
oder
- als signiertes Exemplar -
(zum Preis von 7,80 EURO - 92 Seiten, gebunden)
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"Andreas Venzke lässt in seinem zweiten Roman weder die Huckleberry–Finn–Romantik
noch die aufregenden Seiten der Großstadt aus."
"In prägnanter und einfühlsamer Weise werden in dieser wichtigen
Erzählung verschiedene Lebensformen heutiger Jugendlicher spannend
und deutlich beschrieben."
"Im Krimistil wird der Leser spannend unterhalten."
"In flotter Sprache geschrieben ..."
"Dem Autor ist es gelungen, diese beiden unterschiedlichen Charaktere
mit so viel Einfühlungsvermögen zu schildern, dass sich der jugendliche
Leser sehr gut in die 'Ausreisser' hineinversetzen kann."
"Eine starke Handlung, verdichtet auf den Zeitraum von 2 Tagen. Genau
und scharf werden die beiden so unterschiedlichen Lebensläufe gegeneinandergesetzt,
Hintergründe ausgelotet, Lebenschance transparent gemacht, dies alles
ohne Larmoyanz und ohne Schuldzuweisungen. Besonders überzeugend in
seiner Selbstsucht, seiner latenten Brutalität, seinem instinktiven
Wahrnehmen von Vorteilen aller Art, aber auch seiner 'praktischen Intelligenz'
gelingt Rüdiger, der von Geburt an im Leben zu kurz gekommen ist.
Die Handlung wird in eine scharfe, klare, präzise Sprache umgesetzt,
in der der (gelegentlich vulgäre) Jugendjargon wie selbstverständlich
seinen Platz hat. Die Geschichte überzeugt durch pralle, dichte Realität
und durch die überzeugenden Perspektiven am Ende für beide."
"Ein Jungenbuch, das auf dem Kontrast von Behütetsein und Unbehütetsein,
von Reichtum und Armut, sich erkämpfen und sich fügen aufbaut
und diesen Kontrast außerhalb des Schonraums Familie erproben läßt,
ein Scheitern für beide Protagonisten kennt, aber zugleich einen Erkenntnisgewinn
verbucht, der ihr weiteres Leben bestimmen wird."
"Das Buch soll Jugendlichen helfen, ihren Ablösungsprozeß
vom Elternhaus und ihre Identifikationskrisen besser zu verstehen und zu
bewältigen. Die Geschichte zeigt ihnen deutlich, daß Erwachsenwerden
viel mehr bedeutet, als eigene Wege zu gehen oder selbstbestimmtes Handeln,
nämlich das Übernehmen von Verantwortung und das Auseinandersetzen
mit dem Menschen."
"In einer knappen, präzisen Sprache wird ... über zwei Lebensvarianten
in der gegenwärtigen Gesellschaft, über zwei Fluchten aus der
Unerträglichkeit, über zwei Wege in eine unbestimmte Zukunft
erzählt."
"... bei dem auch unschöne Flüche fallen. Diese Sprache mag
dem erwachsenen Leser ... vielleicht negativ auffallen, zur Charakterisierung
der Figur hat sie jedoch ihre Berechtigung."
"Drogen, kaputte Liebe, Eltern, die nerven. Andreas Venzke zeigt Alternativen."
"... spannende Erlebnisse ..."
"Andreas Venzke läßt in seinem Jugendroman 'Zwei Fluchten'
Arian teils realistisch und glaubwürdig, teils naiv und ebenfalls
glaubwürdig ... berichten."
"Der Autor Andreas Venzke kann sich sehr gut hineinversetzen in den
Jugendlichen. Er erzählt lebendig, ohne erhobenen Zeigefinger, aber
mit viel Überlegung und hat ein packendes Buch mit 'happy end' ohne
Sentimentalität geschrieben."
"Gekonnte Milieustudie mit realistischem Anschauungsbeispiel!"
"Die Lektüre ist für Alt und Jung zu empfehlen."
"Der Autor schreibt in jugendlicher, zum Teil sehr salopper Sprache.
Dadurch gewinnt die Erzählung an Lebendigkeit und Echtheit. Im Vordergrund
steht bei aller Aktion die Auseinandersetzung der beiden Jungen miteinander.
Die Frage nach Vertrauen, Verantwortlichkeit und gegenseitigem Respekt
taucht immer wieder auf. Andreas Venzke beschreibt sehr eindringlich und
offen auch die Abhängigkeiten in dieser Freundschaft."
"Die Erzählung spiegelt gekonnt Erlebnis- und Gefühlswelt
des Pubertierenden, den eigenen Weg noch Suchenden wider."
Leseprobe aus "Zwei Fluchten" Anfang:Um halb drei wollten wir uns treffen, um halb drei in der Nacht. Normalerweise müßte man eine Batterie Kanonen abfeuern, um mich zu der Uhrzeit wachzukriegen.Aber ich war so fickerig, daß mir auch Schlaftabletten nichts ausgemacht hätten. Nein, daß ich einschlafen würde, war nicht das Problem. Aus dem Haus kommen mußte ich, das war das Problem, aus dem Haus kommen, ohne daß meine Eltern das mitkriegen würden. Die Vorbereitung war das wichtigste. Ich weiß ja, um zwölf, spätestens, gehen meine Eltern ins Bett. Ich saß vorher noch mit ihnen im Wohnzimmer, und an diesem Abend war es wie verhext. Eigentlich komme ich gut zurecht mit meinen Eltern. Wenn sie nur nicht so wären, so ... Ich weiß gar nicht genau, wie. Jedenfalls steht bei ihnen immer schon alles fest, also auch, daß sie bis spätestens zwölf ins Bett gehen. Na ja, was weiß ich, wie es ist, wenn man immer zur Arbeit muß, jeden Tag früh aufstehen. Da muß man vielleicht sogar Respekt haben, daß sie nur wenig Schlaf brauchen. Sie legen sich ja nachmittags nicht noch mal hin wie ich. Wenn meine Mutter in der Früh aufsteht, hat sie höchstens sieben Stunden geschlafen. Das würde ich auf Dauer nie packen. Der Vater kann manchmal noch ein Stündchen länger liegenbleiben, je nachdem wann er zur Schule muß. Sie aber mit ihrem Versicherungsbüro muß immer zur gleichen Zeit auf der Matte stehen. Furchtbar! Da muß man doch irgendwann durchknallen! Nur finden die Eltern das in Ordnung. Sie sind so richtig ausgeglichen in ihrem Leben. Jedenfalls weiß ich natürlich, wie sie ins Bett gehen. Einer von beiden sagt, "Jetzt ist es aber Zeit!", oder, "Es ist schon wieder viel zu spät!". Dann werde ich gefragt: "Und du, Arian, willst du nicht auch ins Bett?" Ich sage dann meistens, "Ja, ich komme gleich!", und bleibe immer noch zehn Minuten oder so im Wohnzimmer hocken. Manchmal komme ich aber noch später. Ich nehme mir nämlich immer die Fernbedienung und zappe mich durch die Kanäle. Manchmal werden in der Nacht ja die schärfsten Filme gezeigt. Wenn ich mal so 'nen Film gefunden habe, bleibe ich länger hocken. Und ich fasse mich dann fast immer an in der Hose. Aber das ist so eine blöde Situation. Mit der einen Hand muß ich ja die Fernbedienung halten. Ich kann dann sofort umschalten, wenn noch mal einer von den beiden runterkommt. Und länger als eins darf es sowieso nicht dauern. Spätestens dann kommt meine Mutter und macht Stunk. Na ja, Stunk macht sie nicht gerade. Sie sagt nur, daß ich doch jetzt mal ins Bett soll. Meine Eltern machen nie Stunk. Vielleicht bin ich ihnen zu viel wert, als einziges Kind. Aber meine Mutter sagt das in einer Art, daß ich merke, wie sie echt sauer ist. An diesem Abend wollten die beiden einfach nicht schlafen gehen. Und ich brauchte noch Zeit, um alles vorzubereiten. Dazu durfte es nicht zu spät werden. Wenn ich spät ins Bett gehe, ist eine solche Ruhe im Haus, daß jeder feuchte Furz zu hören ist. [...] |
Weitere Bücher von Andreas Venzke:
"Der 'Entdecker Amerikas' - Aufstieg und Fall des Christoph Kolumbus". Benziger-Verlag, Zürich 1991
"Christoph Kolumbus" [rororo-Monographie]. Rowohlt-Verlag, Reinbek 1992
"Johannes Gutenberg - Der Erfinder des Buchdrucks" [Kontroverse zu diesem Buch ]. Benziger-Verlag, Zürich 1993
"Veit und ein anderer Tag". Oetinger-Verlag, Hamburg 1996
"Tarzan auf dem Mammut". Oetinger-Verlag, Hamburg 1998
"Carlos kann doch Tore schießen". Verlag Nagel & Kimche, Zürich 1999
"Gasparan oder Die letzte Fahrt des Francis Drake". Benziger-Verlag, Zürich 1996
"Der Grasesser". Patmos-Verlag, Düsseldorf 2001
"Pioniere des Himmels - Die Brüder Wright. Eine Biografie". Verlag Artemis & Winkler, Düsseldorf 2002
"Goethe und des Pudels Kern". Arena-Verlag, Würzburg 2007
"Luther und die Macht des Wortes". Arena-Verlag, Würzburg 2007
"Gutenberg und das Geheimnis der Schwarzen Kunst". Arena-Verlag, Würzburg 2008
"Humboldt und die wahre Entdeckung Amerikas". Arena-Verlag, Würzburg 2009
"Schiller und die Freiheit des Geistes". Arena-Verlag, Würzburg 2009
"Leben für den Frieden". Arena-Verlag, Würzburg 2009
"Ötzi - Die Verfolgungsjagd in der Steinzeit". Arena-Verlag, Würzburg 2011
"Scott, Amundsen und der Preis des Ruhms". Arena-Verlag, Würzburg 2011
"Kleist und die zerbrochene Klassik". Arena-Verlag, Würzburg 2011
"Berlin Berlin - Geschichte einer Nation". Arena-Verlag, Würzburg 2011
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